
Krankheitsverlauf
1. Wanderröte
Im ersten Stadium tritt die Wanderröte auf oder unterbleibt eben heimtückischerweise. Es können gleichzeitig grippeähnliche Symptome auftreten wie Gliederschmerzen oder Müdigkeit und Fieber. Diese Beschwerden klingen wieder ab.
2. Neurologische Beschwerden
Im zweiten Stadium sind es hauptsächlich neurologische Symptome. Die zeitlichen Angaben hierzu sind sehr vage. Man sagt, die Symptome können Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss auftreten. In diesem Stadium kann auch eine Hirnhautentzündung dazukommen, die teilweise sehr quälende Kopfschmerzen bewirkt. Auch Lähmungen sind möglich. Dieses Stadium kann Wochen, teilweise auch Monate andauern. Dann ist es aber meistens ausgestanden. Auch in diesem Stadium kann man mit Antibiotika noch therapieren.
3. Chronische Beschwerden
Zwischen dem dritten Stadium der Krankheit und dem Zeckenbiss können Monate, aber auch Jahre liegen. Es kann zu Veränderungen in den Gelenken kommen. Es können Entzündungen auftreten, meistens nur an einem Gelenk, unter Umständen sind aber auch manchmal mehrere Gelenke betroffen. Borreliose kann in diesem Stadium zudem chronische Hautentzündungen oder chronische Erkrankungen des Nervensystems und sogar des Herzbeutels und des Herzmuskels auslösen. Das sind sehr schwer zu therapierende Krankheitsbilder.
Kann Borreliose tödlich verlaufen?
Wenn sie Herzrhythmusstörungen verursacht, dann ja.
Borreliose und Haustiere
Borreliose-Bakterien werden über die Zecke auch an Haustiere weitergegeben. Auch diese können erkranken. Eine „Ansteckung" über ein Haustier kann zwar nicht erfolgen. Allerdings werden Zecken oft von Tieren mit in die Wohnung gebracht und auf Menschen übertragen. Natürlich können besorgte Haustierbesitzer auch die Zecken Ihrer Tiere untersuchen lassen.
Therapie und Schutz
Bisher gibt es gegen Borreliose noch keinen Impfstoff. Derzeit steht nur die konventionelle Therapie mit Antibiotika zur Verfügung. Während im ersten Stadium der Krankheit eine Antibiotikabehandlung meist schon innerhalb von wenigen Tagen anspricht, ist die Behandlung bei einem späteren Verlauf der Krankheit langwieriger.





